Ameisenfarmen

Eine Ameisenfarm bietet gute Möglichkeiten, die fleißigen Insekten zu beobachten. Wenn auch du daran interessiert bist, dir eine Ameisenfarm zu kaufen, aber gern noch mehr Informationen haben möchtest, dann solltest du dir diesen Text durchlesen.

Eine Ameisen Farm kaufen
Wer sich eine Ameisen Farm kaufen möchte sollte sich im Klaren sein, dass es nicht nur ein interessantes Objekt zur Beobachtung ist, sondern die Ameisen auf ihn angewiesen sind. Du bist verpflichtet dich um die Tiere zu kümmern, sie zu füttern und zu pflegen. Es gibt viele Shops im Internet, die verschiedene Arten von Farmen anbieten. Je nach Aufwand und Größe kostet eine Ameisenfarm zwischen 10 – 25 Euro.

Es gibt auch komplette Startersets, die das Behältnis, eine Sand-Lehm-Mischung, Granulat, eine Tränke, den Futternapf, Pinzetten und alles weitere enthalten, was du zur Haltung einer eigenen Ameisenkolonie brauchst. Die Tiere sind meist nicht im Lieferumfang enthalten. Bei den Kolonien kann man nach Herkunftsort entscheiden (unterteilt in Nord- und Südeuropa, Nord- und Südamerika, Asien, Australien und Afrika) und man erhält meist eine Königin und 5 – 10 Arbeiter.

Der Aufbau der Ameisenfarmen
Der Aufbau der Ameisenfarmen kann sich unterscheiden und richtet sich vorallem nach der Anlegung des Nistbereiches. Die klassische Form der Ameisenfarm ist stehend, doch trotzdem haben sich noch weitere etabliert.

ameisenfarm

Die Rundfarm, bei der das Ameisennest zylinderförmig angelegt wird, die Schichtfarm in der der Nestbereich liegend in mehreren Schichten angelegt wird, beim Antquarium handelt es sich um eine Gelfarm und das Mininest ist für kleinere Arten. Aber ganz egal für welche Form du dich entscheidest, einige Punkte bleiben beim Aufbau immer gleich. So besteht normal jede Farm aus drei Schichten. Die unterste Schicht wird Drainageschicht genannt und besteht aus Seramis oder anderem Tongranulat (z.B. Bimsstein, Lavagestein, Bentonit oder unbehandeltes Perlite). Sie dient zum Auffangen, Speichern und Weiterleiten des Wassers und verhindert so, dass die gesamte Farm zu unstabil wird, oder sich sogar Schimmel bildet.

Die zweite Schicht ist die eigentliche Nestschicht. In dieser Mischung aus Lehm und Sand legen die Ameisen ihre Gänge an, graben Kammern, lagern Nahrung und Eier und leben dort mit ihrer Königin. Bei dieser Schicht solltest du darauf achten, dass sie Formstabil ist und Feuchtigkeit gut speichert und weiterleitet, damit die Gänge und Kammern nicht einstürzen können.

ameisenfarm

Die letzte und oberste Schicht ist für die Lebensgrundlage der Tiere nicht zwingend nötig, wird aber trotzdem fast immer gebildet. Hierbei handelt es sich um die Zierschicht, die jeder Farm zu Einen ein einzigartiges Aussehen verleiht und zum anderen die Feuchtigkeit besser halten soll. Sie besteht aus Ziersubstrat und wird meist noch mit Moos, Steinen, Steckpflanzen, Bambus oder kleinen Gebäuden aus Kunstharz verziert. Wichtig ist aber, dass du darauf achtest, dass einige cm über dem Substrat freibleiben, damit die Ameisen dort Bodenmaterial ablegen können. Wie die Tiere ihre Gänge anlegen, kann man aber natürlich nicht beeinflussen.

Pflege der Ameisen
Ameisenfarmen muss man regelmäßig kontrollieren. Nur so kannst du sichergehen, dass es den Tieren an nichts fehlt. Sieh also oft genug nach, ob die Tiere genug Nahrung und Wasser haben, ob zu Schimmel oder Parasiten entdecken kannst. Ebenfalls solltest du aufpassen, dass die Tiere keinen großen Erschütterungen ausgesetzt sind, da die Gänge sonst einstürzen können und die Ameisen in Panik geraten können.

Ernährung der Ameisen
Die Tiere sind Allesfresser, somit ist es nicht schwer, sie zu ernähren. Sie mögen Lebendfutter wie z.B. Heimchen, Fruchtfliegen, Maden, Mehlwürmer oder Mittelmeergrillen genauso gern wie Früchte (es gibt auch speziellen Fruchtnektar für die Tiere) oder Körner (z.B. Japanhirse, Blütenpollen oder Zichorien)

Geeignete Tiere für eine Farm
In Shops sind die angebotenen Arten in Risikoklassen unterteilt. Es gibt Klasse 1, 2 und 3. Wenn du dir das erste Mal eine Farm kaufen möchtest, solltest du dich für Tiere der Klasse 1 entscheiden. Sie sind für Einsteiger bestens geeignet. Kolonien der Klasse 2 oder 3 sind für unser Ökosystem fremd und/oder könnten bei einem Ausbruch Schäden anrichten. Hierfür solltest du also etwas Erfahrung mitbringen. In die Klasse 1 fallen alle Arten aus Süd- oder Nordeuropa und man kann auch hier aus einer sehr großen Auswahl an Kolonien auswählen, je nachdem, wie groß die Tiere seien sollen, und wie viel Geld du ausgeben möchtest.